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Die geheime Sprache der Bäume

 

 

 

 

„Es ist hoch an der Zeit, mit den Bäumen zu sprechen,
mit ihnen viel mehr zu kooperieren.
Wer hört, was sie zu sagen haben, der wird belohnt.
Für die gute Bewältigung unserer Zukunft
ist die Baumsprache die wichtigste Fremdsprache,
die wir lernen können
.“

Ing. Dr. Erwin Thoma

 

 

 

In seinem Buch Die geheime Sprache der Bäume schildert Erwin Thoma eindrücklich, wie er schon als Kind die starke Faszination verspürte, die Bäume bis heute auf ihn ausüben. In der ländlichen Umgebung des Salzachtals aufgewachsen, verschlug es ihn als jüngsten Revierförster in die Hinterriß im Tiroler Karwendelgebirge, wo er durch Erfahrungen aus dem Berufsalltag und aufmerksame Beobachtung das Wesen der Bäume und die Eigenschaften des Holzes entschlüsseln lernte.

Thoma gewann seine schlichte wie sympathische Lebens- und Berufsphilosophie aus den Eindrücken und Erkenntnissen, die er während seiner Experimente mit Holz sammelte: Die Bäume des Waldes sind für ihn nicht billige und unerschöpfliche Rohstoffe, sondern wertvolles Material, das die Evolution in einem ständigen Optimierungsprozess hervorbringt.

Als Lebewesen betrachtet, sieht Thoma Bäume als Seelenverwandte des Menschen, die problemlos funktionierende Kreislaufwirtschaft des Waldes und ausgeklügelte Symbiose der Bäume als Vorbild und Gegenentwurf zur menschlichen Wegwerfgesellschaft und Ich-Mentalität.

Der Wald als Organismus lebe auf beispielhafte und Mut machende Weise eine Alternative zum konventionellen System vor, das uns immer noch gefangen halte.

Man denkt an einen Geniestreich der Schöpfung, wenn man Thomas Schilderungen der verblüffenden Eigenschaften von Holz folgt. Schwer vorstellbar ist, dass die innere Oberfläche von einem Kubikzentimeter Holz der Ausdehnung eines Fußballfeldes entspricht.

Und erst die erstaunlichen Verwendungsmöglichkeiten: Wer hätte gedacht, dass Holz in der Raumfahrt eingesetzt werden könnte? In der Sowjetunion zum Beispiel verwendete man beim Bau der Sojus-Raketen dünne Holzlamellen als Hitzeschild, die anders als Keramikkacheln in der Lage waren, Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius an der Oberfläche der Flugobjekte abzuhalten. Die thermische Trägheit des Holzes bewährte sich auch in einem Großversuch, den Thoma mit seinen Mitarbeitern unternommen hat, um die Brandschutzfähigkeiten seiner Konstruktionen zu testen: Ein aus Vollholz gezimmertes, durch Buchendübel zusammengehaltenes Wandelement hält selbst dreistündiges Beflammen bei 1000 Grad Celsius aus und verbesserte den Stand der Technik auf die sechsfache Brandsicherheit.

Spektakuläre Ergebnisse brachte Holz wegen seiner thermodynamischen Eigenschaften auch bezüglich lang anhaltender Kälte: Es zeigte sich, dass ein aus Vollholz errichtetes Zimmer mit einer Wandstärke von 36 Zentimetern und 8 Zentimetern Dämmauflage erst nach einem Monat durchgehend ausgekühlt war. Zum Vergleich: Dies ist bei Räumlichkeiten mit Ziegelwänden bereits nach 11 Tagen, bei Fertigteilwänden in Holzskelettbauweise sogar schon nach 2 Tagen der Fall – und das, obwohl in allen Fällen derselbe Dämmwert zugrunde gelegen ist.

Nicht zu vergessen sind die gesundheitsfördernden und sogar heilenden Eigenschaften von unbehandeltem, nicht verleimtem Holz.

Als wissenschaftlich erwiesen gilt inzwischen, dass hölzerne Zimmer das menschliche Herz und Immunsystem stärken, den Pulsschlag während des Schlafes beruhigend senken und damit das Leben verlängern können.

Ein Versuch mit einem Zirbenholz-Bett endete mit der Erkenntnis, dass es verglichen mit einem herkömmlichen, aus Holzimitat gebauten Bett die Pulsschläge um 3600 verringerte, längere Phasen des Tiefschlafs ermöglichte und das vegetative Nervensystem kräftigte.

Erwin Thoma, Die geheime Sprache der Bäume – und wie die Wissenschaft sie entschlüsselt.

 

Der Holzweg from Holzverein on Vimeo.

Der Mensch, will er als Spezies überleben, tut gut daran, die Botschaft des Waldes auf seinen Umgang mit dem Planeten zu übernehmen.

Inhaltsübersicht:

00:00:31 Parallelen zwischen Bäumen und Menschen – über die Intelligenz der Natur

00:29:39 Warum sollten Menschen Bäume verstehen?

00:47:12 Mondholz – Holz in seiner besten Form

01:06:32 Polysterol, Styropor & Co. – Der Dämmungswahn in Deutschland und Alternativen dazu

01:20:22 Das Prinzip der Fülle und der Angstfreiheit

 

Die erste Kinderkrippe Deutschlands in innovativer 100%-Holzbauweise

Der Buchautor von „Die geheime Sprache der Bäume“ und Unternehmer Erwin Thoma hielt einen Vortrag vor circa 200 Gäste in der Waldorfschule Kirchheim / Teck.

Sie sind einfach da, begleiten uns und leben mit uns: Bäume – im Garten, am Wegrand, im Wald, in der Wiese, im Park.

Bäume sind bemerkenswerte Wesen.

Räume aus Holz stärken unser Herz und das Immunsystem, sie senken den Pulsschlag im Schlaf. Gleichzeitig verschwinden Ängste und Worte, wie Mangel, Müll und Zukunftssorgen, aus unserem Leben. Erwin Thoma ist Förster und Gründer einer Holzbaufirma, die Häuser aus 100 Prozent Holz errichtet — ein Weltpatent. In seinem Vortrag nimmt er uns mit auf eine bemerkenswerte Reise in das Innere der Bäume und präsentiert dabei fantastische Fakten und amüsante Anekdoten.

 

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Bildquelle:

Adina Voicu – pixabay.com

 

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